Polizei & Facebook

August 9, 2016

Sicherheitsbehörden und Strafverfolger haben im vergangenem Jahr laut Facebook insgesamt 5484 Anfragen, darunter allein 3140 in der zweiten Jahreshälfte gestellt. Das Soziale Netzwerk arbeitet zwar mit den Behörden zusammen, gab aber nur in 42,3 Prozent der Fälle auch tatsächlich Daten heraus. Bayerns Innenminister Joachim Hermann (CSU) und NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (SPD), dass die an Facebook gestelten Anfragen schneller beantwortet werden.

Quelle: statista.com

Facebook dagegen weist die Vorwürfe zurück – nicht nur im Zusammenhang mit den Angriffen ind Würzburg, München und Ansbach habe man die Ermittlungsbehörden voll unterstützt, es seien aber etlichen Behördenanfragen so fehlerhaft, dass sie nicht von Facebook bearbeitet werden könnten.

Laut Facebook wüssten viele Polizisten nicht, wie man eine solche Anfrage einreichen könne. „Zusammen mit unseren Ansprechpartnern in den Strafverfolgungsbehörden arbeiten wir unermüdlich daran, das Verständnis für das korrekte Prozedere zu erhöhen.“ lautet es von seiten des Sozialen Netzwerks.

Auch der Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen fordert, dass die Kooperation zwischen den Netzwerken und Sicherheitsbehörden intensiviert werden müssen. „Soziale Netzwerke sind ein wichtiges Kommunikationsmittel für Dschihadisten“, sagte Maaßen der Rheinischen Post. Eine enge Kooperation sei dajer notwendig. Laut Facebook seien Terroristen und die Unterstützung terroristischer Aktivitäten auf der Plattform nicht erlaubt und entsprechende Inhalte würden entfernt, sobald man davon Kenntnis bekomme.